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Philae im Winterschlaf

Über zehn Jahre und eine halbe Milliarde Kilometer dauerte es, bis der Rosetta-Lander Philae am 12. November 2014 um 16.34 Uhr MEZ erstmals den Boden seines Ziel-Kometen 67P/Tschurjumow-Gerrasimenko berührte. Bei der Landung gab es jedoch Schwierigkeiten, da die Verankerung mittels Harpunen nicht ausgelöst wurde. Der Lander prallte vom Untergrund wieder ab und kam erst knapp zwei Stunden später zur Ruhe. In Schräglage und zwischen Gesteinsblöcken verkeilt lief dem Minilabor die Zeit und Energie davon.
Dennoch hat Philae ganze Arbeit geleistet. Alle zehn Geräte, die sich an Bord des Rosetta-Landers befinden, sind mittlerweile zum Einsatz gekommen und haben erste Daten geliefert. So hat auch das Berliner Unternehmen Astro- und Feinwerktechnik Adlershof GmbH seinen Beitrag zur erfolgreichen Weltraummission Rosetta geleistet. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum DLR entwickelte sie den sogenannten MUPUS-Thermal Mapper - ein kleines, etwa zwei Streichholzschachteln großes Gerät, das an einem der Kohlefaserstrukturrohre des Landers montiert ist. Nach der Landung sollte es in einem Winkel von etwa 45° auf die Kometenoberfläche schauen und dort u.a. thermische und mechanische Eigenschaften der äußeren Kometenschicht messen. Daraus erhoffen sich die Forscher Erkenntnisse über die Energiebilanz der kometaren Oberfläche. Derzeit werden die von Philae übermittelten Daten ausgewertet.
Momentan befindet sich der Lander aufgrund seiner leeren Batterien im automatischen Schlafmodus - ein Comeback ist jedoch nicht ausgeschlossen.

 

 

 
   
   
   
   
   
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